Gegen das Sprayen von Graffitis gibt es keinen Schutz, jedoch können vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden, um die Farbe später leichter zu entfernen und den Untergrund gegen erhebliche Beschädigungen zu schützen. Doch auch mit dem passenden Schutzauftrag gilt: Je schneller das Graffiti nach dem Aufsprayen entfernt wird, desto besser lässt sich die Farbe ablösen.
Auf dem Markt sind zahlreiche Mittel für den Graffitischutz erhältlich. Im Wesentlichen kann beim Graffitischutz zwischen Opfer- und Permanentsystemen unterschieden werden.
Opferschichtsysteme – auch temporärer oder semipermanenter Schutz genannt – müssen nach der Entfernung eines Graffiti neu aufgetragen werden. Die oberste Schicht (Schutzschicht) wird dabei sinnbildlich geopfert. Bei einem semipermanenten Schutz bleibt eine zweite Schicht, eine Art Imprägnierung, auf dem Untergrund bestehen.
Temporäre Schutzschichten dagegen werden komplett abgetragen, da sie nur aus einer Schicht – meist aus naturnahen Wachsen, Acrylaten oder Polysacchariden – bestehen. Sie sind in der Regel lösungsmittelfrei. Kommt es zu einem Farbauftrag, können die Graffitis auf diesen Untergründen durch Heißwasser-Hochdruckreinigung entfernt werden.
Permanentsysteme dagegen bilden lösungsmittelunempfindliche Filme an den behandelten Oberflächen und halten bis zu 10 Jahre. Graffitis werden hier ganz einfach mithilfe entsprechender Reinigungsmittel und einem saugfähigen Tuch entfernt. Ein angenehmer Nebeneffekt: Die Schicht erleichtert nicht nur die Entfernung von Graffiti, sie schützt die Fassaden, Wände & Co. zudem gegen viele weitere Arten von Verschmutzungen und Umwelteinflüssen sowie UV-Licht.