Loading

VERANTWORTUNG FÜR KULTUR, NATUR UND GESELLSCHAFT

Was zeichnet ein Unternehmen aus, das von sich behauptet, ein guter Unternehmensbürger zu sein? Ist es die Förderung von Kulturinitiativen? Der Schutz der Umwelt? Das Spenden von Geld oder Sachmitteln für Hilfsbedürftige? Wir meinen, ein guter Corporate Citizen zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen: Wir wollen die Welt für möglichst viele Menschen lebenswerter machen.

KNG_head

Wir für die Kultur

Mit Hochdruck zum Schutz historischer Gebäude

Im Rahmen einer Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission hat Kärcher eine kostenlose restauratorische Reinigung am Aachener Dom durchgeführt. Das Kultursponsoring-Projekt ist eines von mehr als 100, die das Unternehmen in den vergangenen 35 Jahren weltweit umgesetzt hat.

 

Welterbe gemeinsam erhalten

Mitarbeiter von Kärcher in Schutzkleidung – ausgerüstet mit Helmen, Brillen und Gehörschutz – arbeiten auf Gerüsten an der Außenfassade des Aachener Doms. Sie sind eingehüllt in einen feinen Sprühregen. Mit Heißwasser-Hochdruckreinigern befreien sie das Mauerwerk der Karls- und Hubertuskapelle von Bewuchs: Algen und Pilze, Flechten und Moos, aber auch die Exkremente von Vögeln: „Um die Fassade langfristig zu erhalten, müssen die Verschmutzungen substanz- und umweltschonend, aber effizient entfernt werden“, sagt Nick Heyden, Reinigungsspezialist bei Kärcher, der die Arbeiten an der Kapelle technisch geleitet hat.

In einem zweiten Schritt setzen die Mitarbeiter das Niederdruck-Partikelstrahlverfahren ein. „Die Methode und das Strahlmittel Aluminiumsilikat eignen sich sehr gut, um die teilweise dicken schwarzen Krusten von den Steinoberflächen zu entfernen“, so Nick Heyden. „Auch die filigranen Steinmetzarbeiten an der gotischen Fassade der Domkapelle lassen sich mit diesem Verfahren bestens reinigen.“ Ein letzter Schritt ist noch erforderlich, bevor die denkmalgerechten Reinigungsarbeiten an der Kapelle im Juli 2015 abgeschlossen werden können: Die Strahlmittelreste werden mit Nass-/Trockensaugern entfernt und umweltgerecht entsorgt. 

„Wir freuen uns sehr, dass wir uns für ein Gebäude engagieren durften, das historisch und kulturell so bedeutsam ist“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kärcher.


Public Private Partnership zum Schutz des Welterbes

Die Aktion wurde im Rahmen eines 2013 gestarteten zweijährigen Kooperationsprojekts mit der Deutschen UNESCO-Kommission durchgeführt. Das Ziel: Kulturdenkmäler in Deutschland zu erhalten. Insgesamt gingen 14 Bewerbungen für das Modellprojekt ein. Die Deutsche UNESCO-Kommission begleitete das Projekt mit Workshops über Denkmalschutz und Kunstgeschichte, um junge Menschen für das Welterbe zu begeistern und sie zu einer nachhaltigen Gestaltung der Zukunft zu ermuntern.

„Unser Unternehmen hat einen ganz eigenen Ansatz, Welterbe zu fördern“, erläutert Hartmut Jenner das Engagement von Kärcher. „Unsere Kultursponsoring-Aktivitäten gehen über die Bereitstellung finanzieller Mittel und Geräte hinaus. Mit dem Einsatz unserer erfahrenen Mitarbeiter und mit unserer Hingabe bei den Projekten leisten wir einen ganz persönlichen Beitrag. In diesem Kontext liegen uns auch die Nachwuchsförderung und der Umweltschutz sehr am Herzen.“

NKG_Reinigung_Aachener_Dom

Über 100 Projekte auf fünf Kontinenten

Die Reinigungsarbeiten am Aachener Dom sind nur ein Beispiel dafür, wie sich Kärcher für den Erhalt historischer und denkmalgeschützter Gebäude und Monumente engagiert, um sie der Nachwelt zu bewahren. Die Arbeiten finden stets in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Denkmalseigentümern, den zuständigen Behörden, Restauratoren und Kunsthistorikern statt. So wird sichergestellt, dass für jedes Objekt die am besten geeignete Reinigungsmethode zur Anwendung kommt.

 

Weltberühmte Reinigungsprojekte

Die Präsidentenhäupter am Mount Rushmore in den USA (Foto rechts), die Kolonnaden auf dem Petersplatz in der Vatikanstadt, die Memnonkolosse im ägyptischen Theben, die Space Needle in Seattle und die Freiheitsstatue in New York sowie die Princes Bridge in Melbourne sind berühmte Beispiele für die Reinigungsprojekte im Rahmen des Kultursponsorings von Kärcher.

NKG_Reinigung_Mt_Rushmore

Wir für die Natur

Sauberes Wasser durch Pflanzenkraft

Als international tätiges Unternehmen stellen wir uns bei Kärcher seit vielen Jahrzehnten unserer globalen Verantwortung für die Umwelt. Breiten Raum nimmt dabei der Wasserschutz ein. So installierte das Unternehmen bereits im Jahr 1939 eine eigene Kläranlage auf dem Werksgelände in Winnenden. Im Werk Bühlertal reinigt eine Wasserrecyclinganlage jährlich 75.000 m³ Brauchwasser aus Gerätetests. Aber nicht nur im eigenen Unternehmen engagiert sich Kärcher für den Schutz der Umwelt: Gemeinsam mit dem Global Nature Fund haben wir 2012 die Initiative „Sauberes Wasser für die Welt“ gegründet.

Im Rahmen der Initiative unterstützen wir die Organisation beim Bau von Grünfilteranlagen zur ökologischen Wasseraufbereitung finanziell, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. „Mit dem Global Nature Fund haben wir einen Partner gefunden, der sehr gut zu unserem Familienunternehmen und unserem Kerngeschäft Wasser und Reinigung passt“, erklärt Frank Schad, Leiter Unternehmenskommunikation, Kultursponsoring und History Management. 

GNF_Kolumbien_Fuquene

Nachhaltigkeit dank grüner Technologie

Wie typische Kläranlagen sehen die langen Kanäle der sogenannten Grünfilteranlagen nicht aus, sie erinnern eher an große Pflanzbeete. Aber die Grünfilter verhindern effektiv, dass Abwasser ungefiltert ins Grundwasser gelangt. Dafür eignen sich vor allem schwimmende Pflanzen mit großen Wurzelballen wie zum Beispiel Wasserhyazinthen, die mit ihren Wurzeln Schadstoffe und Krankheitserreger aus dem Wasser filtern. Dadurch sind Grünfilteranlagen wirtschaftlich und nahezu wartungsfrei. Auch chemische Zusätze sind nicht notwendig. Das macht sie zu einer umsetzbaren und praktischen Lösung zur Wasseraufbereitung.

Um eine nachhaltige Implementierung dieser grünen Technologie zu gewährleisten, arbeiten der Global Nature Fund und Kärcher eng mit den Gemeinden vor Ort zusammen, die für den Bau der Kanäle zuständig sind und sich verpflichtet haben, die Anlagen mindestens acht Jahre lang zu betreiben.

 

Ausgezeichnetes Pilotprojekt: Kolumbien

Die erste Grünfilteranlage wurde Ende 2013 in San Miguel de Sema (Kolumbien) in Betrieb genommen. Die 4.000-Einwohner-Gemeinde liegt in den kolumbianischen Anden nahe der Laguna de Fúquene, einem Süßwassersee, aus dem 200.000 Menschen ihr Trinkwasser beziehen. Durch die geringe Wassertiefe des Sees und die Abwässer aus den umliegenden Gemeinden und der Viehwirtschaft war das ökologische Gleichgewicht des Sees gefährdet.

Mit dem Ziel, die sanitäre und hygienische Situation in den Ortschaften rund um den See zu verbessern und gleichzeitig die Verschmutzung des Laguna de Fúquene zu vermindern, wurden in unmittelbarer Nähe des Sees drei Grünfilteranlagen geplant, von denen die Anlage in San Miguel de Sema als Pilotprojekt zuerst realisiert wurde. Sie erhielt 2015 den kolumbianischen Umweltpreis „Planeta Azul“. Seit April 2015 profitieren auch die Einwohner der Stadt Susa von der nachhaltigen Abwasserreinigung durch Wasserhyazinthen. Die dritte Anlage am Laguna de Fúquene wurde im Mai 2016 fertiggestellt.

Einen weiteren Grünfilter konnten wir Ende 2015 in der Gemeinde Cuítiva am Laguna de Tota übergeben. Aufgrund der hohen Akzeptanz der Bevölkerung ist in Kolumbien bereits eine fünfte Anlage in Planung.

GNF_Kolumbien

Wir für die Gesellschaft

Kärcher und SOS-Kinderdorf: Eine starke Partnerschaft

Kärcher ist ein Familienunternehmen, daher ist soziales Engagement für uns auch vor allem eins: Familiensache. Als Kooperationspartner von SOS-Kinderdorf tragen wir dazu bei, bedürftigen Kindern und Jugendlichen auf der ganzen Welt ein glückliches Zuhause zu bieten.

Spielen, Hausaufgaben machen, gemeinsame Abendessen und kleine Streitereien – das alles gehört für die 60 Mädchen und Jungen im SOS-Kinderdorf Württemberg in Schorndorf-Oberberken zum Alltag. Die Kinderdorffamilie ist eben genau das: eine ganz normale Familie, in der natürlich auch eine Menge Hausarbeit anfällt. Allein muss die Kinderdorfmutter die aber zum Glück nicht erledigen, denn beim Putzen packen alle Familienmitglieder mit an. Gemeinsam bringen sie ihr Zuhause auf Hochglanz, wobei von Kärcher gespendete Staubsauger und Hochdruckreiniger gute Dienste leisten. So bleibt am Ende mehr Zeit fürs gemeinsame Spielen.

Im Frühjahr 2011 brachte Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kärcher, die ersten Geräte ins nahegelegene SOS-Kinderdorf Württemberg – der Beginn einer dauerhaften Partnerschaft mit SOS-Kinderdorf e.V. Als Kooperationspartner unterstützt Kärcher seitdem Einrichtungen von China bis Peru mit Reinigungstechnik, Know-how und nicht zuletzt auch finanziell.

Mit unserer jährlichen Geldspende wurde beispielsweise 2014 im SOS-Kinderdorf Württemberg das Projekt „KINDERArt“ finanziert, durch das die Kinder beim Töpfern, Sägen, Malen oder Breakdance ihre Talente entdecken können.

2015-SOS-Chengdu-China

2015 ermöglichte unsere Zuwendung an die SOS-Kinderdorf- Einrichtung in Stuttgart-Fasanenhof die Teilfinanzierung eines sozialen Mittagstisches. Dort können Familien und andere Bürger kostengünstig ein warmes Mittagessen einnehmen und gleichzeitig den Rat von Sozialarbeitern einholen – egal, ob es sich um Fragen zur Kindererziehung, um aufbauende Worte oder um den Umgang mit Behörden dreht. In Kooperation mit dem Verein „Kinder von der Straße" organisierten wir ein Fußballtraining im SOS-Kinderdorf Württemberg, bei dem zwei Profi-Trainer und Weltmeister Guido Buchwald 28 begeisterte Nachwuchskicker anleiteten. Auch im SOS-Kinderdorf Luxemburg fand so ein Fußballtraining statt.

‚Wir sind Familie!‘ lautet einer der Leitsprüche von SOS-Kinderdorf, und das trifft im besten Sinne auch auf Kärcher zu“, bringt Hartmut Jenner die Gemeinsamkeit von Kärcher und SOS-Kinderdorf auf den Punkt. Auch Kärcher ist eine Familie und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen gibt es die Familie Kärcher, die voll und ganz zu ihrem Unternehmen steht und ihre Verantwortung für die Mitarbeiter wahrnimmt. Zum anderen gibt es bei uns den Begriff der „Kärcher-Familie“, der das besonders enge und vertrauensvolle Verhältnis zwischen Gesellschaftern, Geschäftsführung und Belegschaft unseres Unternehmens zum Ausdruck bringt.

Solidarität mit Menschen in Not

Ob Überflutung, Erdbeben oder andere Katastrophen – wir sind mit Arbeitskräften und Geräten weltweit schnell zur Stelle, um zu helfen. Mit unseren leistungsfähigen Reinigungsgeräten beseitigen unsere Mitarbeiter Schmutz und Schlamm. In vielen Fällen spenden wir Hilfsorganisationen lebenswichtige Geräte wie zum Beispiel Wasseraufbereitungsanlagen und mobile Versorgungssysteme.

2015 – Erdbeben in Nepal

Im Frühjahr 2015 erschütterten heftige Erdbeben weite Regionen von Nepal. Besonders schwer betroffen war die Hauptstadt Katmandu. Kärcher spendete den Helfern des Technischen Hilfswerks zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die die Wasserversorgung von 30.000 Bewohnern gewährleisteten. „Der ausgeprägte Wille des Unternehmens Kärcher, die THW-Helferinnen und -Helfer bei ihrem Einsatz in Nepal maßgeblich und nachdrücklich zu unterstützen, hat mich zutiefst beeindruckt“, lobte Claudia Schur, Geschäftsführerin der Stiftung THW.

CSR_Erdbeben_Nepal

2014 – Unwetter in Georgien

Starke Regenfälle verursachten im Juni 2014 einen heftigen Erdrutsch. Dabei wurde die georgische Hauptstadt Tiflis von Schlammmassen überschwemmt. Mehr als 300 Menschen, der Zoo und ein Tierheim waren in Mitleidenschaft gezogen. Um die Betroffenen bei den Aufräumarbeiten bestmöglich zu unterstützen, spendete Kärcher Heiß- und Kaltwasser-Hochdruckreiniger im Wert von 10.000 Euro an die Stadtverwaltung.

CSR_Unwetter_Georgien

2014 – Hochwasser auf dem Balkan

Schwere Unwetter richteten 2014 auf dem Balkan verheerende Schäden an. Kärcher Österreich und die Landesgesellschaft in Schweden unterstützten die Aufräumarbeiten durch Gerätespenden an das Rote Kreuz. Mit Hilfe von professionellen Kalt- und Heißwasser-Hochdruckreinigern sowie Nass-/Trockensaugern und Tauchpumpen ging die Beseitigung der Schäden schneller vonstatten.

CSR_Hochwasser_Balkan

2013 – Taifun auf den Philippinen

Ebenfalls im Jahr 2013 tobte Taifun Haiyan auf den Philippinen. Die Versorgung der betroffenen Menschen mit Trinkwasser war dringend erforderlich. Angesichts dieser Notsituation handelte Kärcher sofort und spendete dem THW zwei Wasseraufbereitungsanlagen im Wert von 100.000 Euro. Dank der beiden Anlagen konnten täglich über 19.000 Menschen mit bis zu 120.000 Litern sauberem Trinkwasser versorgt werden.

THW

2013 – Flutkatastrophe in Deutschland

Unsere Kollegen zögerten nicht lange und machten sich unmittelbar nach dem Jahrhunderthochwasser auf in die betroffenen Gebiete. 27 Tage lang bearbeiteten 46 Kärcher-Mitarbeiter in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit Hochdruckreinigern und Saugern 40.000 Quadratmeter Bodenflächen in 56 Objekten. Zusätzlich spendete Kärcher Spezialsauger und Hochdruckreiniger an Feuerwehren und Hilfsorganisationen.

CSR_Flutkatastrophe_Deutschland

Kooperationen