Verantwortung für die Umwelt

Umweltschutz hat bei Kärcher einen hohen Stellenwert. Als nachhaltig agierendes Unternehmen, weiss Kärcher um seine grosse Verantwortung gegenüber der Umwelt. Unser Ziel ist es daher, die durch unsere Aktivitäten entstehenden Umweltbeanspruchungen so gering wie möglich zu halten. Bei der Entwicklung neuer Produkte, bei der Auswahl von Produktionstechnologien, bei der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und im Arbeitsalltag aller Mitarbeiter spielen Umweltaspekte daher eine wichtige Rolle. Insbesondere wollen wir unseren ökologischen Fussabdruck weiter reduzieren und dafür sorgen, dass die eingesetzten Ressourcen so effizient wie möglich genutzt werden.

Verantwortung für die Umwelt

Der Schutz der Umwelt hat Tradition.

Das Umweltmanagement dient der kontinuierlichen, systematischen Verbesserung der Umweltleistung unseres Unternehmens. Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir uns unserer globalen Verantwortung für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und einer intakten Umwelt bewusst. Kärcher hat sehr früh erkannt, dass der Schutz der Umwelt, als dritte Säule einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Unternehmensentwicklung, unabdingbar ist: Die Verknüpfung von Innovation, Produktion, Arbeitssicherheit und Umweltschutz ist im Unternehmensleitbild verankert – an allen Produktionsstandorten wird streng auf die Einhaltung von Umweltstandards geachtet.

So wurde bereits im Jahre 1996 das Umweltmanagement-System unseres Standortes Winnenden als erstes in der Branche nach der weltweit gültigen Norm ISO 14001 zertifiziert. Egal an welchem Ort der Welt wir tätig sind – wir wollen den Umweltanforderungen gerecht werden.

Der standortbezogene Umweltschutz bei Kärcher hat dabei viele Facetten, die es zu beachten gilt: Mit Hilfe von Umweltbeauftragten auf Werksebene gewährleisten wir zum Beispiel die Umsetzung notwendiger Umweltschutzmassnahmen sowie die Beachtung von Umweltaspekten bei der täglichen Arbeit (Abfalltrennung, sparsame Verwendung von Ressourcen). Darüber hinaus treiben wir in den Kärcher-Werken weltweit die Einführung von umweltfreundlichen Technologien voran.


ISO 14001

Bei der ISO 14001 handelt es sich um eine weltweit anerkannte Umweltmanagementnorm. Durch Einhaltung der Norm sollen definierte Ziele in Bezug auf die betriebliche Umweltleistung erreicht werden, indem Prozesse kontinuierlich verbessert werden.

ISO 14001 Certification by SGS

ISO 14001-Zertifizierung bei Kärcher

ISO 14001 map INT (numbers)

[1] USA

  • Camas
  • Chandler
  • Englewood

 [2] Mexiko

  • Monterrey

[3] Brasilien

  • Vinhedo

[4] Deutschland

  • Winnenden
  • Schwaikheim
  • Illingen
  • Gissigheim
  • Obersontheim
  • LZ Obersontheim
  • Bühlertal
  • Duisburg

 

[5] Italien

  • Quistello
  • Montereale Valcellina
  • Volpiano
  • Reggio Emilia


[6] China

  • Changshu

Zentrale Steuerung und Kontrolle

Um eine Verbesserung sicherzustellen, müssen die Umweltmaßnahmen aller Standorte zentral verwaltet und ausgewertet werden. Dazu hat Kärcher ein softwarebasiertes System zur zentralen Steuerung des Umweltmanagements eingeführt. Es ermöglicht uns – rechtssicher und vollständig – Umweltaspekte zu bewerten, Ressourcenverbrauch und Abfall zu erfassen sowie Rechtsvorschriften zu monitoren. Auf diese Weise haben wir unsere Umweltleistung immer im Blick.


Was wir bisher erreicht haben

Durch vielfältige Umweltschutzmassnahmen an unseren Standorten, lassen sich sowohl CO2 als auch Kosten vermeiden und Ressourcen einsparen. Dadurch konnten wir erreichen, dass wir bei steigender produzierter Stückzahl, die CO2-Emissionen, den Wasserverbrauch und die Abfallmengen an deutschen Standorten konstant halten. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für gelungene Maßnahmen.

Blockheizkraftwerk in der Zentrale in Winnenden

In unserem Werk in Winnenden sorgt ein Blockheizkraftwerk für die nötige Wärme. Ein mit Erdgas betriebener 4-Takt-Ottomotor erzeugt durch einen angekoppelten Generator Strom. Die durch den Motorbetrieb anfallende Wärme, wird in einen Wasserkreislauf eingebunden und zur Beheizung der Räumlichkeiten verwendet. Dank der Kopplung von Strom- und Wassererzeugung, ist der Wirkungsgrad des Kraftwerks mit 87 Prozent sehr hoch.

Einsparungen:

  • 700 Tonnen CO2 im Jahr
  • Reduktion von CO2 um 56 Prozent gegenüber einer Gasheizung
Blockheizkraftwerk

Eisspeicherheizung im Service Center Winnenden

Auch in unserem neuen Gebäude des Service Centers in Winnenden befindet sich innovative Heiztechnik – eine Eisspeicherheizung. Zwar scheinen sich die Begriffe Eisspeicher und Wärme auf den ersten Blick zu widersprechen, doch die Funktionsweise ist schlüssig: In einem unterirdischen Betonspeicher befinden sich 250.000 Liter Wasser, die mit Glykol versetzt sind. Während der Heizperiode wird dem Wasser über das Trägermedium Glykol Wärme entzogen, ein Gefrierprozess tritt ein und Eis entsteht. In der heißen Jahreszeit kann der Eisspeicher zur Kühlung des Gebäudes genutzt werden. Dann wird den Räumen Wärme entzogen, die zum Tauen des Eises im Speicher genutzt wird. Dabei kühlt das Haus ab.

Einsparungen:

  • 12.500 Liter Heizöl im Jahr
  • 40 Tonnen CO2 im Jahr
Eisspeicherheizung

Holzhackschnitzelheizwerk in Obersontheim

In Obersontheim wird, als ebenfalls sehr umweltfreundliche Heizungsart, ein Holzhackschnitzelheizwerk eingesetzt. In diesem Heizwerk werden naturbelassene Holzreste aus der regionalen Forstwirtschaft verheizt, die bei der Verbrennung CO2-neutral sind. Mit der erzeugten Wärme wird Wasser aus dem Heizkreislauf im Kessel der Hackschnitzelheizung erwärmt. Das warme Wasser wird bis zu seinem Verbrauch in einem verlustarmen Warmwasserspeicher gespeichert. Im Vergleich zu einer gängigen Ölheizung, kann durch eine Holzhackschnitzelheizung viel CO2 eingespart werden. So beträgt der CO2-Austoß der Holzhackschnitzel gerade einmal 35 Gramm pro Kilowattstunde, wohingegen der Wert von Heizöl bei 303 Gramm liegt.

Einsparungen:

  • 340.000 Liter Heizöl im Jahr
  • 1.000 Tonnen CO2 im Jahr
Hackschnitzel

Intelligente Gebäudetechnik am Standort Winnenden

Im Jahr 2010 wurde das Gebäude 35 an unserem Standort in Winnenden modernisiert. Im Rahmen der Renovierungsarbeiten wurden zahlreiche Raumautomationsfunktionen eingebaut. Unter anderem wurden Funktionen installiert, wie Präsenzerkennung, Konstantlichtregelung, Lamellennachführung, Verschattungskorrektur, Thermoautomatik und Temperaturregelung. Die Raumbedienung funktioniert webbasiert. Damit erreicht das Gebäude die höchste Effizienzklasse des Gebäudeautomations-Systems gemäß DIN EN 15232. Die intelligenten Funktionen tragen zu einer Reduzierung des Primärenergiebedarfs des Gebäudes um 40 Prozent bei.

Einsparungen:

Heizung:

  • 6.300 Liter Heizöl im Jahr
  • 16 Tonnen CO2 im Jahr

Kühlung:

  • 4.500 Kilowattstunden im Jahr
  • 2,8 Tonnen CO2 im Jahr

Beleuchtung:

  • 50 Prozent Energie
  • 45.000 Kilowattstunden im Jahr
Standort Winnenden

Solaranlage in Winnenden

Durch die Solaranlage in Winnenden werden jährlich circa 28.000 Kilowattstunden Strom produziert. Das entspricht dem Jahresbedarf von sechs Einfamilienhäusern. Betreiber der Photovoltaikanlage ist die S.A.G. Solarstrom AG in Freiburg. Kärcher stellt die Dachfläche für 20 Jahre kostenlos zur Verfügung und beteiligt sich an den Kosten der Anlage.

Einsparungen:

  • 17,6 Tonnen CO2 im Jahr
Solaranlage

Umweltfreundliche Mobilität.

Unter dem Motto „Umweltfreundlich zur Arbeit“ wurde 1994 das Kärcher Mobilitätsmanagement ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel war und ist es, unseren Mitarbeitern umweltfreundliche Transportmittel für Fahrten von und zur Arbeit aufzuzeigen und sie zu deren Nutzung zu motivieren – denn Umweltschutz bei Kärcher hört nicht am Werkstor auf. Durch Nutzung eines umweltschonenden Verkehrsmittels, wie Bus, Bahn oder Fahrrad, lässt sich der CO2-Ausstoß unserer täglichen Mobilität stark reduzieren. Aber auch bei Fahrten mit dem Auto kann durch Beachtung einiger Aspekte, der ökologische Fussabdruck verkleinert werden.


Fahrten mit dem Auto

Fahrten mit dem Auto lassen sich nicht immer vermeiden. Es gibt aber eine Vielzahl an Möglichkeiten, auch diese Art des Vorankommens umweltfreundlicher zu machen.

  • Fahrgemeinschaften bilden
    Mit dem Auto zur Arbeit zu fahren ist in den letzten Jahren nicht nur teurer geworden, auch die Umwelt leidet unter dem hohen Verkehr und der daraus entstehenden Schadstoffbelastung. Die Bildung von Fahrgemeinschaften ist hierbei eine von vielen Möglichkeiten, diesen Problemen entgegenzuwirken. Darüber hinaus verringert sich der Kraftstoffverbrauch durch weniger Einzelfahrten, die Parkplatzsituation wird entspannt und geselliger sind Fahrgemeinschaften allemal.

  • Spritsparkurse und -wettbewerbe
    Neben der Bildung von Fahrgemeinschaften, lohnt sich auch der Besuch eines Spritsparkurses – für die Umwelt, für Kärcher und für den Geldbeutel unserer Mitarbeiter. Deshalb bietet Kärcher regelmäßig solche Kurse an.

  • Umweltfreundlicher Fuhrpark
    Der Kärcher Fuhrpark wird bevorzugt mit umweltfreundlichen Fahrzeugen ausgestattet: Für Fahrten auf kurzen Strecken testet Kärcher derzeit ein Elektroauto. Bei der Auswahl der anderen Autos wird auf den Kraftstoffverbrauch geachtet.

e-car

Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel

Mitarbeiter, die mit Bus oder Bahn zur Arbeit zu fahren, schonen die Umwelt. Deshalb organisiert Kärcher gelegentlich Informationsveranstaltungen zu diesem Thema. Hier können die Mitarbeiter die Vorteile des öffentlichen Nahverkehrs besser kennenlernen. Des Weiteren fördert Kärcher die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel durch Zuschüsse.

  • Kostenersparnis durch ÖPNV-Nutzung
    Kärcher übernimmt 50% der Kosten für Wochen-, Monats- oder Jahreskarten des öffentlichen Personennahverkehrs – bei Auszubildenden sogar 75%. Zusätzlich beteiligen wir uns an der Aktion „Jobticket“ des Verkehrsverbundes Stuttgart (VVS).
ÖPNV

Fahrten mit dem Fahrrad

Fahrräder sind die umweltfreundlichsten Verkehrsmittel. Deshalb ist es Kärcher ein großes Anliegen, die Mitarbeiter zum Fahrradfahren zu motivieren und ihnen die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen.

  • Fahrradfreundlicher Betrieb
    Im Mai 2011 wurde Kärcher vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) als "Fahrradfreundlicher Betrieb" ausgezeichnet. Besonders unsere neuen Fahrradabstellanlagen, die guten Dusch- und Umkleidegelegenheiten sowie die Möglichkeit, kleine Fahrradpannen durch entsprechendes Werkzeug beheben zu können, beeinflussten das Ergebnis positiv.
  • Aktion "Umweltfreundlich zur Arbeit"
    Zu den zahlreichen Motivations- und Fördermassnahmen gehört beispielsweise unsere Kärcher Fahrradkarte, die unter dem Motto "Rauf aufs Rad für Umwelt und Gesundheit" steht. Für jede Fahrt zur Arbeit erhalten unsere fahrradfahrenden Mitarbeiter beim Pförtner einen Stempel auf die Fahrradkarte. Zwanzig Stempel gilt es zu sammeln, dann kann die Karte beim Betriebsrat abgegeben werden. Am Jahresende nehmen alle abgegebenen Karten an einer Verlosung teil, bei der attraktive Geld- und Sachpreise vergeben werden. Die Gewinnchance ist umso höher, je mehr Karten ein Mitarbeiter eingefahren und eingereicht hat.
  • Diensträder
    Im Fuhrpark in Winnenden stehen zwei Diensträder mit hochmoderner Sicherheitsausstattung zur Verfügung, die einem schnelleren Vorankommen zwischen den Standorten dienen. Durch die Nutzung der Fahrräder für Kurzstrecken können Engpässe bei der Vergabe von PKWs verhindert, die Umwelt geschont, Kosten gespart sowie der eigenen Gesundheit und Fitness etwas Gutes getan werden.
Fahrradfreundlicher Betrieb