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Von Ultrahochdruck bis Trockeneis

Quer durch alle Industrien stehen verschiedene Herausforderungen im Vordergrund, wenn es ans Saubermachen geht. Dementsprechend variieren Reinigungsmethoden und -geräte. Ein Überblick.

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Was ist überhaupt Schmutz?

Beschäftigt man sich mit der Frage, welche Reinigungsgeräte gebraucht werden, geht es im Kern immer um die Frage, was als Schmutz gesehen wird und beseitigt werden muss. Dabei trifft man mehr oder weniger zwangsläufig auf die Anthropologin und Kulturtheoretikerin Mary Douglas. In ihrem Werk „Purity and Danger“ aus den 1970er Jahren leitet sie her, dass als Schmutz etwas gilt, das am falschen Ort ist. So wird Sand auf dem Schreibtisch wohl von den meisten Menschen als fehl am Platz empfunden werden, während der Sand an einem Strand etwas Wunderschönes ist. Dieses Beispiel zeigt, dass die Wahrnehmung von Schmutz viel mit dem eigenen Ordnungsbewusstsein zu tun hat. Das wissenschaftliche Verständnis von Schmutz hat sich über die Jahrzehnte noch weiter entwickelt, denn die Kategorisierung von Schmutz als etwas, das am falschen Ort ist, funktioniert nicht immer: Ein Diamant im Mülleimer wird kaum als Schmutz wahrgenommen werden. Es kommen also Faktoren wie Ästhetik oder ein materieller Wert hinzu.

Moderne Reinigungstechnik ist ein wesentlicher Bestandteil im Umgang mit dem Schmutz. Denkt man an Anwendungen im Haushalt, sind die Anforderungen klar definiert: Es geht – je nach eigenem Reinlichkeitsbedürfnis – um eine notwendige Schmutzbeseitigung mit möglichst ergonomischen und effizienten Geräten, vom Staubsauger bis zum Hochdruckreiniger. Gute Technik erleichtert die Haus- und Gartenarbeit und trägt damit bei zu einem gewissen Wohlfühlfaktor. Im industriellen Bereich hingegen übernimmt sie deutlich mehr Funktionen: Werden in der Fertigung beispielsweise Maschinen konsequent sauber gehalten, ist dies ein wichtiger Aspekt in puncto Werterhalt und Instandhaltung. Im medizinischen Bereich ist Reinigungstechnik ein unerlässlicher Hygienefaktor, wobei der Schmutz immer weniger wahrnehmbar wird, bis hin zu Reinraumbedingungen. Den reinsten Reinraum der Welt mit einer Fläche von 250 Quadratmetern betreibt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart. Ein Kubikmeter Luft enthält dort nur noch ein einziges, 0,1 Mikrometer großes Partikel – ein wahrlich sauberes Umfeld.

Chemieindustrie

Reinigungsarbeiten gehören nicht zum Kerngeschäft der Chemie-Industrie, sind aber Voraussetzung für reibungslose und effiziente Abläufe. Durch eine sachgemäße Reinigung von Fertigungsanlagen bleibt die Produktqualität konstant, was ein maßgeblicher Faktor für den Markterfolg ist. Auch gilt es, interne Betriebsvorschriften zu erfüllen und allgemeine Standards einzuhalten.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, von während des Betriebs laufenden Cleaning in Process-Anlagen (CIP) über mobile Systeme am Standort bis hin zur Demontage und Reinigung von Teilen an externen Waschplätzen. Auch hinsichtlich der gewählten Reinigungstechnik gibt es verschiedene Varianten, wobei Ultrahochdrucktechnik in vielen Fällen die effizienteste Methode ist.


Metallverarbeitung

Fräsen, Bohren, Drehen, Sägen, Schleifen, Entgraten oder Bürsten: In der metallverarbeitenden Industrie gibt es viele Arbeitsvorgänge, bei denen Späne, feinster Staub und, je nach Bearbeitung, Flüssigkeiten wie Kühlschmierstoffe anfallen. Um maximale Produktqualität und Arbeitssicherheit zu gewährleisten, ist es wichtig, die passende Absauglösung zu wählen.

Im Kommen sind Lösungen, die entlang der kompletten Späneprozesskette vollautomatisch arbeiten. Das heißt, der komplette Ablauf vom Anfallen der Späne, also der spanenden Bearbeitung, bis zum Recycler ist abgedeckt. Der höhere Invest in die Technik rechnet sich schnell, denn eine verbesserte Produktivität und Prozesssicherheit sowie reduzierte Personalkosten sind die Folge.

Metalverarbeitende Industrie

Baumaschinen

Die Reinigung von Baumaschinen dient dem langfristigen Werterhalt und stellt zudem ein repräsentatives Erscheinungsbild sicher. Sie ist Teil jedes Wartungsprozesses, gewährleistet einen einwandfreien Betrieb und erhöht die Lebensdauer erheblich.

Auf diese Weise können Maschinenschäden mit den entsprechenden Arbeitsstörungen und Instandsetzungskosten vermieden werden. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit hat sich die Hochdruckreinigung als Reinigungsmethode bewährt: Sie kann sowohl für Unterboden-, Ober- und Motorwäsche als auch für die Reinigung der Maschinenkomponenten eingesetzt werden.

 

Easy Force

Lebensmittelindustrie

Produktion, Lagerung und Transport von Lebensmitteln unterliegen strengsten Richtlinien und Standards. Damit Unternehmen diese Vorgaben erfüllen können, brauchen sie unter anderem zuverlässige Reinigungskonzepte. Zum Einsatz kommen Nass- und Trockensauger, Industriesauger, Scheuersaug- und Kehrmaschinen, Absauganlagen, Heißwasserdampf- und Höchstdrucktechnik sowie Trockeneisreinigung. Neben der Erfüllung von Hygiene- und Arbeitssicherheitsstandards zählen Effizienz und eine reibungslose Integration in die Fertigung zu den Erfolgsfaktoren.


Landwirtschaft

Die Anforderungen in der Landwirtschaft sind vielfältig. Ein unverzichtbarer Bestandteil in der professionellen Tierhaltung ist gesicherte Qualität durch höchste Hygienestandards. Die regelmäßige gründliche Stallreinigung mit Hochdrucktechnik und Schaumdesinfektion ist daher ein Muss, um die Tiere vor Krankheitserregern und Schädlingen zu schützen. Aufzuchtbecken sowie Fahrzeuge und Behälter in der Fischzucht lassen sich im kombinierten Hochdruck-Schaumverfahren effizient und umweltschonend vor Mikroorganismen schützen.

Im Acker- oder Weinbau sind hochwertige Maschinen im Einsatz, auf die man sich jahrelang verlassen können muss. Daher ist es essentiell, durch regelmäßige Pflege und Reinigung mit Kalt- und Heißwasserhochdruckgeräten die Funktionstüchtigkeit dauerhaft zu erhalten. Spezielle Fassreiniger beseitigen  Ablagerungen von Gärungsprozessen, Reife oder jahrelanger Lagerung in Barrique-Fässern praktisch und schnell ohne aufwändiges Umstellen.

Easy Force

Gesundheitswesen

Der erfolgreiche klinische Betrieb ist untrennbar verbunden mit zeitgemäßer Hygiene und aufgabengerechter Wirtschaftlichkeit. Hierfür müssen die Kernaufgaben der Hygiene, vor allem die Vermeidung von Infektionen sowie Keimverschleppung, mit denen der Pflege und des Werterhalts bestmöglich abgestimmt werden.

Die verschiedenen Bereiche in Krankenhäusern erfordern dabei jeweils unterschiedliche Lösungen, von kleinen bis großen Flächen, von der Küche bis in den OP. Zusätzlich erfordert der durchgehende Betrieb eine besonders effiziente Unterhaltsreinigung, weil für eine aufwendige Grundreinigung nur selten Zeitfenster offen stehen. Zunehmend anspruchsvollere hygienische Standards, steigender Kostendruck und Wettbewerb kommen erschwerend hinzu. Professionelle, effiziente Reinigungssysteme, abgestimmt auf den jeweiligen Bedarf, sind daher unerlässlich.

Healthcare

Kommunalreinigung

Städte und Gemeinden müssen meist ein weitläufiges Netz aus Straßen und Gehwegen sauber halten und das zwar möglichst wirtschaftlich. Dazu gehört neben dem Kehren auch die Nassreinigung - Kommunalmaschinen müssen also möglichst vielseitig einsetzbar sein. Zusätzlich sollten mit Geräteträgern für den Ganzjahreseinsatz und entsprechendem Zubehör auch Unkrautentfernung oder Grünflächenpflege durchführbar sein. Geht es in Richtung Winterdienst, sind Allradantrieb und Traktionskontrolle notwendige Eigenschaften. Scheuersaugmaschinen sind echte Allrounder, die mit dem richtigen Zubehör von der täglichen Unterhaltsreinigung über die Entfernung leichter Verschmutzungen bis hin zur Grundreinigung stark strukturierter Böden oder dem Polieren empfindlicher Oberflächen alle Aufgaben meistern.