Pflege von Reinigungsmaschinen

Tag für Tag sind Kehrsaug- und Scheuersaugmaschinen im Einsatz, um Supermärkte, Industriebetriebe, Lagerhallen oder Hotels sauber zu halten. Sie nehmen Unmengen von Schmutz auf und verbessern so den optischen Eindruck, schaffen Hygiene, tragen zum Werterhalt bei und vermeiden Rutschgefahr durch Trittsicherheit. Doch um kontinuierlich die gewohnt hohe Reinigungsleistung zu erzielen und die Lebensdauer zu maximieren, reicht es nicht, nach getaner Arbeit nur den Schmutzbehälter zu entleeren. Wie sich Reinigungsmaschinen pflegen und warten lassen – eine Anleitung.

Pflege von Reinigungsmaschinen

Scheuersaugmaschine von A bis Z

Schrubbaggregat, Sauglippen, Saugschlauch und Schmutzbehälter – all diese Bestandteile einer Scheuersaugmaschine werden unablässig von Schmutzwasser umspült. Die im System verbleibenden Schmutzreste nehmen ohne Reinigung zu, es kommt zu unangenehmer Geruchsbildung und mit der Zeit zu technischen Beeinträchtigungen. Um dies zu vermeiden, helfen eine systematische Pflege und Kontrolle nach jedem Einsatz.


Systematisches Vorgehen hilft

Bürstenkopf anheben

Zunächst sind Bürstenkopf und Saugbalken anzuheben, damit die Schrubbbürsten und Sauglippen entlastet und für den anstehenden Reinigungsvorgang zugänglich sind.

Schmutzwassertank leeren

Danach wird das Schmutzwasser über einen Ablassschlauch gezielt in den Abfluss entleert. Dabei kann das Schlauchende gequetscht werden, um den Wasserschwall zu dosieren beziehungsweise zu kontrollieren.

Grobschmutzsieb entleeren

Oberhalb des Gebläses befindet sich ein Flusenfilter, der ebenso wie das Grobschmutzsieb auf dem Ansaugstutzen im Schmutzwassertank gereinigt werden muss. Sie halten Grobschmutz wie Holzsplitter, Pappreste oder Blätter zurück, damit das Gebläse keinen Schaden nimmt und der Abfluss im Tank nicht verstopft.

 Ansaugstutzen durchspülen

Nach Filter und Sieb werden der Ansaugstutzen und der sich dahinter befindliche Saugschlauch zum Saugbalken hin mit sauberem Wasser gründlich durchgespült.

Schmutzbehälter und Deckel sind ebenfalls auszuwaschen, wobei häufig ein wichtiges Detail vergessen wird: der Gummifalz am Deckel. Er kann beim Verschließen des Behälters nur dann den nötigen Unterdruck herstellen, wenn kein Schmutz darin sitzt und er nicht beschädigt ist. Der Unterdruck aber ist Voraussetzung dafür, dass das komplette System dicht bleibt und damit für ein gutes Absaugergebnis sorgt. Zudem ist es sinnvoll, in gewissen Abständen den Schmutzbehälter mit einem Lappen oder einer Bürste und einem Reinigungsmittel sauber zu machen, um Fette und Öle von den Wänden zu lösen. In Parkposition sollte der Deckel geöffnet bleiben, damit er vollständig austrocknet und sich keine unangenehmen Gerüche bilden.

Schmutzwasserdeckel in Parkposition

Ein Detail im Blick: Saugbalken und Scheueraggregat

Saugbalken reinigen

Der Saugbalken, der ständig mit Schmutzwasser, Sand, Öl und Schlamm in Berührung kommt, ist lediglich handverschraubt und lässt sich mühelos aus der Halterung entnehmen. Danach kann man ihn durchspülen und bei Bedarf mit einem Lappen oder einer Bürste reinigen. Wichtig ist, die Sauglippen auf Verschleiß oder Risse zu kontrollieren. In der Regel ist die Sauglippe wendbar und somit doppelt nutzbar, bevor nach Verschleiß beider Seiten eine neue eingesetzt werden muss. Ihr intakter Zustand ist Voraussetzung für ein gutes Absaugergebnis.

Der Schrubbkopf ist der Hauptakteur in der Nassreinigung mit der Scheuersaugmaschine und verdient besondere Aufmerksamkeit. Zur Kontrolle lassen sich beim Scheibenschrubbkopf die Bürsten über ein Fußpedal vom Bürstendeck lösen. Beim Walzenschrubbkopf wird werkzeuglos über einen Drehknopf die Halterung gelöst, und die Bürsten können entnommen werden.

Besonders beim Walzenschrubbkopf können durch die hohe Drehzahl (bis zu 1.300 U/min) beispielsweise Verpackungsbänder mit den Borsten verschmelzen, sodass die Bürste ohne regelmäßige Kontrolle unbrauchbar wird. Zudem muss nach jedem Reinigungsvorgang die dazugehörige Grobschmutz-Kehrlade herausgenommen und entleert werden, da sie unter anderem spitze Steine, scharfkantige Gegenstände oder Glassplitter auffängt. Werden diese nicht entfernt, können sie später beim Schrubbvorgang Kratzer auf Böden hervorrufen.


Pflege von Kehrsaugmaschinen

Handelt es sich um Kehrsaugmaschinen mit Benzin- oder Dieselmotor, gilt es, regelmäßig Ölstand und Luftfilter zu prüfen. Außerdem ist die Kontrolle des Reifenluftdrucks wichtig – ist er zu niedrig, kommt die Kehreinheit zu dicht an den Boden und kann beschädigt werden. Auch wirkt sich das Ganze negativ auf das Kehrergebnis aus. Die Filterelemente oberhalb des Schmutzbehälters müssen gereinigt werden, um den Feinstaub aus den Lamellen zu entfernen und das Stauben der Maschine zu verhindern. Dies erfolgt entweder manuell oder motorgesteuert über den Abstreifer oder bei modernen Maschinen automatisiert über eine Filterabreinigungstechnik.

Darüber hinaus sollte der Filter regelmäßig mit einem Nass-/Trockensauger gereinigt werden. Ist er polyesterbeschichtet, lässt er sich auch ausschwemmen. Keinesfalls darf er mit Druckluft ausgeblasen werden, denn zum einen sind die aufgewirbelten Staubpartikel häufig gesundheitsschädigend. Zum anderen werden die Filterelemente zerstört und verlieren ihre Funktion. Eine Reinigung mit Hochdruck würde die Filterlamellen ebenso schädigen und sollte daher nicht erfolgen.

Die Kehrwalze schließlich gilt es ebenso zu kontrollieren wie das Schrubbaggregat bei der Scheuersaugmaschine: Haben sich Verpackungsmaterial/-bänder verfangen, müssen sie entfernt oder herausgeschnitten werden. Die Hauptkehrwalze nutzt sich auf rauen Belägen wie Verbundsteinpflaster, Waschbeton oder Teerflächen verhältnismäßig schnell ab. Um immer ein gutes Kehrergebnis zu erreichen, muss bei einigen Modellen der Kehrspiegel nachgestellt werden. Dies ist die Eingriffbreite der Kehrwalze und wird über eine beidseitige Rasterung in der Maschine fixiert. Ist der Kehrspiegel zu tief eingestellt, tritt zu schnell Verschleiß ein; ist er zu hoch, wird kein gutes Arbeitsergebnis erzielt.

Auswaschbarer Polyesterfilter

Alles rund um Traktionsbatterien

Gerät laden

In größeren Scheuersaug- und Kehrsaugmaschinen ab 40 Liter Fassungsvermögen kommen je nach System wartungsfreie oder wartungsarme Traktionsbatterien zum Einsatz. Bei beiden Varianten sollten zunächst Staub und Schmutz von den Batterien abgenommen werden, um Kriechströme und technische Schäden zu verhindern. Am leistungsfähigsten sind Traktionsbatterien bei Temperaturen um 20 °C, bei Umgebungstemperaturen von über 40 °C und unter 5 °C nimmt die Leistungsfähigkeit stark ab. Für eine volle Ladung sollte eine Ladezeit von 12 bis 14 Stunden eingehalten werden, wobei der Ladevorgang selbst vollautomatisiert abläuft. Wird die nach dem Einsatz gereinigte Maschine mit dem Schlüsselschalter auf Aus gestellt und an das Ladegerät angeschlossen, prüft dieses den Status der Batterie und lädt mit passendem Ladestrom. Ist die Batterie voll, wird das Laden beendet und lediglich eine Erhaltungsladung durchgeführt.

Die wartungsarmen Batterien erfordern etwas mehr Einsatz seitens des Anwenders. Mindestens einmal wöchentlich müssen die schwimmergesteuerten Zellenverschlüsse am Sichtfenster kontrolliert werden. Liegt der Schwimmer am Sichtfenster nahezu an, ist die Batterie genügend mit Wasser befüllt. Liegt der Schwimmer weiter unten, muss destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Bei größeren Batterien erfolgt dieser Vorgang über eine Zentralbefüllung (Aquamatic-System). Wichtig ist dabei, den Behälter mit dem Destillat mindestens drei Meter über der Befüllstation zu deponieren, damit das Wasser durch den Schlauch fällt und sich keine Luftbläschen bilden können. Außerdem muss das Befüllen unbedingt nach dem Laden erfolgen, da sonst Säure austreten und Schäden an der Maschine hervorrufen kann.


Sauberkeit kommt von innen – und von außen

Dieser Überblick zeigt, dass auch die Maschinen, die für Sauberkeit sorgen, Pflege und Wartung brauchen, um ihre Arbeit zu tun. Zuletzt sei darauf hingewiesen, dass schmutzige Reinigungsmaschinen in der Öffentlichkeit kaum positiv wahrgenommen werden. Es lohnt sich also, auch außen regelmäßig sauber zu machen, damit die Maschinen nicht nur technisch, sondern auch optisch einwandfrei dastehen.


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