Referenz Bitburger-Gruppe
Ein Gespräch mit Thomas Lauer, Leiter Technik/Produktion/Umwelt Bitburger-Gruppe, über Reinigungstechnik und Familienunternehmen.
Bitburger ist ein Familienunternehmen, ebenso wie Kärcher. Was zeichnet aus Ihrer Sicht Familienunternehmen aus?
Familienunternehmen denken in Generationen und nicht in Quartalsberichten, was zu einer anderen Unternehmenskultur führt. So ist Nachhaltigkeit kein modernes Schlagwort, und es geht dabei nicht nur um Klima und Umweltschutz.
Die Familie ist bei uns in der siebten Generation in der Unternehmensführung. Daraus ergibt sich ein ganz anderer Bezug zum Unternehmen, den haben Aktio- näre in einer AG nicht.
Welche Rolle spielt Reinigungstechnik in der Getränkeherstellung? Wo liegen die größten Herausforderungen?
Konsumenten ist oft nicht klar, wie viel Arbeit und Zeit wir als Brauerei in die Themen Sauberkeit und Hygiene stecken. Zum Wochenende reinigen wir zum Beispiel in 2 Schichten die Abfüllanlage, der Reinigungsplan ist ein Teil der Produktionsplanung.
Somit ist Reinigungstechnik für uns enorm wichtig, denn sie bestimmt letztendlich darüber, ob unser Produkt beim Verbraucher einwandfrei ankommt.
Worauf achten Sie bei der Auswahl von Lösungen im Bereich der Reinigungstechnik?
Zunächst brauchen wir zuverlässige, wirksame und umweltverträgliche Lösungen. Zudem spielt der Kosten-Nutzen-Effekt eine Rolle, denn wir müssen natürlich wirtschaftlich arbeiten. Nehmen wir das Beispiel der Flaschenreinigungsmaschine für Mehrwegflaschen: Mit unseren Lieferanten für Reinigungstechnik definieren wir Behandlungszeiten, Temperaturen und andere Faktoren, damit der Reinigungsprozess optimal läuft und den gewünschten Effekt erzielt. Was die angewandte Chemie angeht, arbeiten wir mit Herstellern zusammen, die auf unsere Anforderungen abgestimmte Produkte entwickeln – so brauchen wir zum Beispiel Lauge mit Additiven mit guter Reinigungswirkung, aber ohne große Schaumbildung. Zusätzlich zu diesen speziellen Themen haben wir die Alltagsreinigung des Produktionsumfelds. Wir legen dabei Wert auf Lösungen, die unseren Mitarbeitenden das Arbeiten so komfortabel wie möglich machen.
Sie haben auch Reinigungstechnik von Kärcher im Einsatz. Warum haben Sie sich dafür entschieden?
Wir sind schon lange Kärcher Kunden, weil die Qualität und der Servicepartner vor Ort stimmen. Die Produkte sind bei uns im ganzen Betrieb installiert, was mir erst richtig bewusst wurde, als ich Mitarbeitende von Kärcher durch die Brauerei geführt habe. Dieser Termin kam übrigens auf eine besondere Art zustande: Bei einer Veranstaltung von Familienunternehmen hatten sich die bei- den Familien kennengelernt und beschlossen, wesentliche Akteure beider Unternehmen zusammenzubringen. Ich gestehe, dass ich zuerst das Gefühl hatte, mir wird da etwas aufs Auge gedrückt. Der Termin war aber klasse, die Wellenlänge hat von Anfang angepasst. Seither haben wir die Zusammenarbeit nochmals intensiviert.
An welchen Punkten kommen Lösungen von Kärcher zum Einsatz?
Wir haben an jeder Abfülllinie Stationen mit Kärcher Equipment, um die Alltagsreinigung durchführen zu können. Dazu zählen Hochdruckanlagen, Schlauchstationen und weiteres Zubehör. Elektrisch beheizbare Hoch- druckreiniger setzen wir zum Beispiel dafür ein, Logistiketiketten, die Supermärkte auf unsere Bierkisten kleben, wieder zu entfernen.
Die sitzen so fest, dass sie manuell gelöst werden müssen, das schafft der automatische Prozess nicht. Mit Industriesaugern entfernen wir die Etiketten im Anschluss an den Spülvorgang.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was sollte(n) die nächste(n) Innovation(en) von Kärcher sein?
Für mich zu Hause ein automatischer Kärcher, der mir alle Reinigungsarbeiten abnimmt. Spaß beiseite, für die Brauerei sind automatische Systeme interessant. Aus meiner Sicht wäre Kärcher prädestiniert dafür, so etwas zu entwickeln. Für die Reinigung unter und zwischen den Maschinen, wo man schlecht hinkommt, wären automatische Lösungen ebenfalls sinnvoll. Alles, was unseren Mitarbeitenden Reinigungsarbeiten erspart und die Reinigungszeit verkürzt, nehmen wir gerne.