Referenz BMW Group Werk München

Ein Gespräch mit Alfred Weber, Meister Zentralwerkstatt im BMW Group Werk München, über den Anspruch, Verschwendung zu beenden und jederzeit bereit zu sein.

Verschwendung vermeiden

In der Zentralwerkstatt des BMW Group Werks in München verbessert das Trockeneisstrahlgerät L2P Logistik und Prozesse – zur Freude von Werkstattmeister Alfred Weber.

Problem

Bislang wurde, wie üblich, Trockeneis eingekauft, um Werkzeuge per Trockeneisstrahlen zu reinigen. Aufgrund schwankender Auslastung blieb entweder Trockeneis übrig, oder es war bei Bedarf keines vorhanden.

Lösung

Das Trockeneisstrahlgerät L2P erzeugt Trockeneis auf Bedarf, sodass jederzeit gearbeitet werden kann und Verschwendung sich vermeiden lässt.

Punktschweißzangen, Greifer sowie KlebeEquipment von Robotern werden in der Zentralwerkstatt des BMW Group Werks in München instand gesetzt, damit sie danach in der Fertigung wieder ihre Arbeit tun können. Je nach Werkzeugkategorie sind etwa 700 Stück in Umlauf, was ein beachtliches Arbeitsvolumen generiert. Hinzu kommt in der Instandhaltung eine weitere Herausforderung: Es ist nicht absehbar, wann welche Werkzeuge in die Werkstatt kommen und wie viel Aufwand mit Wartung und Reparatur verbunden ist. Somit sind die Arbeiten zu 90 Prozent nicht planbar – was nicht nur die Instandsetzung betrifft, sondern auch die vorab notwendige Industriereinigung.

Zentralwerkstatt der BMW Group

Das Arbeiten mit Trockeneisstrahlen hat sich für die Reinigung von Punktschweißzangen und anderen Werkzeugen etabliert. Daher hat auch die Zentralwerkstatt des BMW Group Werks in München vor längerer Zeit in eine Strahlkabine und ein Trockeneisstrahlgerät investiert. Um jederzeit bereit zu sein, kam die Trockeneislieferung wöchentlich. Alfred Weber, Meister in der Zentralwerkstatt, erklärt: „Mit der Zeit haben wir das übliche Problem beim Trockeneisstrahlen erlebt: Manchmal hatten wir keine Reinigungsarbeiten, also ist es verdampft – oder wir hatten so viel Arbeit, dass es nicht gereicht hat. Das ist mit Blick auf Kosten und Logistikaufwand nicht zufriedenstellend.“ Weber hatte sich dazu auch mit einem Reinigungsdienstleister ausgetauscht, der am Wochenende verschiedene Anlagenbereiche mit Trockeneis reinigt. Selbst dort bleiben regelmäßig größere Mengen Trockeneis übrig, je nach Reinigungsbedarf.

Arbeiten mit Trockeneisstrahlen

Der Weg zur Lösung Weber machte sich also auf die Suche nach einem Anbieter, der sein Problem lösen könnte – ohne eine konkrete Idee, wie die Lösung aussehen könnte. Schließlich brachte ihn seine Recherche zu Kärcher, wo gerade ein neues Trockeneisstrahlgerät in den Markt eingeführt wurde. Der Clou: Das L2P produziert Trockeneis selbst aus CO2, wodurch sich Abläufe deutlich effizienter gestalten lassen. Um das Produkt vorzuführen, stattete ein mehrköpfiges Kärcher Team der Zentralwerkstatt einen Besuch ab. Dabei kam unter anderem zur Sprache, dass die Geschwindigkeit bei der Reinigung nicht ganz so hoch ist wie bei einem großen Trockeneisstrahlgerät. Weber stellt fest: „Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, es gibt immer Pro und Contra. Darüber möchte ich mit meinen Lieferanten offen sprechen können.“
Mittlerweile ist das L2P eine Weile im Einsatz, und die vereinfachte Logistik ist für Weber ein klares Plus. „Das Gerät ist handlich und man kann es einfach einschalten und loslegen. Die Flaschen mit dem CO2 lagern wir ohne Qualitätsverlust. Wie bei einer Getränkekiste nimmt man sich dann eine Flasche, wenn man sie braucht.“ Dafür nehmen Weber und seine Mitarbeitenden gerne in Kauf, dass die einzelne Reinigungsarbeit 5 Minuten länger dauert.

Trockeneisstrahlgerät

Gefallen hat Weber auch der Umgang mit einem Problem, das zunächst nach der Lieferung des Produkts aufgetaucht war. Ein Mitarbeiter teilte ihm mit, dass das gelieferte L2P nicht die gleiche Leistung habe wie das Vorführmodell. „Das habe ich bei Kärcher angesprochen, und sofort kam ein Servicetechniker, um sich das anzuschauen.“ Der Grund war ein technischer: Die eingesetzten CO2-Flaschen hatten einen Druckminderer – das L2P braucht aber Flaschen ohne Ventil, um mit voller Leistung zu arbeiten. „Probleme gibt es immer und überall. Wenn ein Lieferant dann da ist und sie löst, das überzeugt mich“, so Weber.

Werkstattmeister Alfred Weber
Kompetenzbroschüre_Industrie_BMW_Interview
„Ich war überrascht, dass Kärcher Trockeneisstrahlgeräte hat.“
Alfred Weber

Sie sind Meister in der Zentralwerkstatt des BMW Werks München. Was gehört zu Ihrem Aufgabengebiet, und was sind die größten Herausforderungen bei Ihrer Arbeit?

Herausforderungen bei Ihrer Arbeit? Bei uns werden Punktschweißzangen und Greifer sowie Klebe-Equipment von Robotern gereinigt. Außerdem haben wir die zerspanende Verarbeitung mit Dreh- und Fräsmaschinen bei uns und den 3-D Druck. Bevor wir ein Werkzeug instand setzen können, muss es gereinigt werden. Dafür gibt es bei leichten Verschmutzungen mechanische Hilfsmittel, aber in vielen Fällen nutzen wir das Trockeneisstrahlen. Die größte Heraus- forderung ist für uns, dass wir nie wissen, wann welche Werkzeuge zur Instandsetzung reinkommen und in welchem Zustand sie sind. Das macht die Arbeiten zu 90 Prozent nicht planbar – dabei sprechen wir je nach Werkzeugkategorie von etwa 700 Stück, die in Umlauf sind.

Was ist für Sie in der Zusammenarbeit mit Ihren Lieferanten wichtig?

Mir ist sehr wichtig, wie mir ein Geschäftspartner gegenübertritt. Wird auf meine Wünsche eingegangen, gibt es bei Bedarf Verbesserungsvorschläge, kommen auf kritische Fragen ehrliche Antworten? Wir wissen alle, dass es keine eierlegende Wollmilchsau gibt und jede Lösung Pro und Contra hat. Darüber möchte ich mit meinen Lieferanten offen sprechen können. Auch Termintreue ist mir wichtig – man kann jederzeit einen Termin absagen oder sich melden, wenn man im Stau steht. Aber jemanden kommentarlos warten lassen, das kommt für mich nicht infrage.

Sie haben mit Kärcher die Reinigung von Punktschweißzangen optimiert. Wo war das Problem in der bisherigen Arbeitsweise, und wie hat die neue Lösung Sie nach vorne gebracht?

Da wir für die Reinigung von Punktschweißzangen und anderen Werkzeugen Trockeneis einsetzen müssen, haben wir vor einiger Zeit in eine Strahlkabine und ein Trockeneisstrahlgerät investiert. Um jederzeit bereit zu sein, kam die Trockeneislieferung allerdings wöchentlich. Manchmal hatten wir gar keine Reinigungsarbeiten, und es ist verdampft. Oder wir hatten so viel Arbeit, dass es nicht gereicht hat. Das war von den Kosten und vom logistischen Aufwand her nicht zufriedenstellend, ist aber immer das Problem beim Trockeneisstrahlen. Mit dem Trockeneisstrahlgerät von Kärcher hat sich das Problem erledigt, denn es erzeugt das Trockeneis in dem Moment, in dem man es braucht. Wir sind also jederzeit bereit.

Setzen Sie auch andere Kärcher Produkte ein, wenn ja, warum?

Ja, tatsächlich, bei einem Folgetermin kamen wir auf das Thema Industriesauger. Einmal in der Woche werden unsere Fräsmaschinen gereinigt, da werden auch die Späne abgesaugt. Der Techniker zeigte mir die Sauger, die ich noch unter dem Namen Ringler kannte – und das war genau das, was wir brauchen.

Welche Aspekte überzeugen Sie mit Blick auf Kärcher als Unternehmen?

Ich kenne Kärcher, seit ich laufen kann, vom Hochdruckreinigen natürlich. Das ist ein etabliertes Unternehmen mit einem sehr guten Ruf. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass Kärcher auch Trockeneisstrahlgeräte herstellt und deutlich breiter aufgestellt ist, als mir das bekannt war.

Wenn Sie einen Wunsch freihätten: Was sollte(n) die nächste(n) Innovation(en) von Kärcher sein?

Ganz ehrlich: ein L2P-Trockeneisstrahlgerät mit mehr Leistung (L2P = Liquid to Pellet). Mit mehr Leistung könnten wir es bei sämtli- chen Arbeiten einsetzen, auch bei der Reinigung von Klebe-Equipment zum Beispiel. Das wäre aus meiner Sicht der Schlüssel, L2P im großen Maßstab an Industriekunden zu verkaufen.

 

Was hat's gebracht? Zahlen und Fakten.

Manchmal weiß man genau, dass der bestehende Ablauf nicht gut ist – aber es gibt keine andere Lösung. Umso besser, wenn unerwartet doch ein passendes Produkt auftaucht.

Herausforderung

  • Für eine reibungslose Fertigung müssen Punktschweißzangen und andere Werkzeuge gereinigt und gewartet werden.

  • Frequenz und Zeitpunkt der Arbeiten sind nicht planbar.

  • Für Trockeneisstrahlen muss das Trockeneis vorab beschafft werden, weshalb häufig größere Mengen ungenutzt verdampfen.

 

Lösung

  • Dank vorhandener Infrastruktur für Trockeneisstrahlung konnte das neue L2P Trockeneisstrahlgerät angeschafft werden.

  • Das Trockeneis wird im Gerät aus CO2 hergestellt, das sich in Flaschen lagern lässt.

  • Somit ist Reinigen jederzeit möglich, die Verschwendung ist beendet und die Logistikplanung zur Trockeneisbeschaffung entfällt komplett.
Piktogramm Werterhalt in der Industrie

Werterhalt für langjährigen Einsatz der Werkzeuge. Minimierung von Ausfallzeiten in der Fertigung durch zeitnahe Reinigung und Wartung der Werkzeuge.

Piktogramm Produktivitätssteigerung

Produktivitätssteigerung in der Instandhaltung, da zu jeder Zeit gearbeitet werden kann.

Piktogramm Investition

Die Investition in ein L2P-Gerät amortisiert sich sehr schnell, da kein Trockeneis verschwendet wird. Der ROI ist unter 2 Jahren!

Piktogramm Sparschwein

Kostenersparnis von 6.600 € pro Jahr, da nur so viel CO2 zu beschaffen ist, wie auch verbraucht wird.