Referenz Hoffmann Group

Ein Gespräch mit Stefan Huber, Einkauf Hoffmann Group, über die Herausforderungen im Bereich Industrial Tooling & Equipment.

Stefan Huber, Einkauf Hoffmann Group
„Me-too-Produkte sind nicht unser Ding“
Stefan Huber

Sie verantworten bei der Hoffmann Group die Produktauswahl für den Katalog für Industriekunden. Was sind die größten Herausforderungen in Ihrem Job?

In meiner Verantwortung liegt das Portfolio an E-Werkzeugen und Werkstattbedarf. Das Thema Reinigen bauen wir unter anderem mit Kärcher im Bereich Sauger bzw. Nass- / Trockensauger auf. Eine der größten Heraus-
forderungen besteht momentan darin, die Verfügbarkeit sicherzustellen, denn unsere Kunden sollen zuverlässig beliefert werden. Zudem basiert das Portfolio der Hoffmann Group auf unseren Produktmarken GARANT und HOLEX sowie auf einer gezielten Auswahl an Herstellern – da ist Qualität das große Thema.

Worauf achten Sie bei der Auswahl von Produkten und Lösungen im Bereich der Reinigungstechnik?

Mit der Reinigungstechnik runden wir unser Portfolio für Industriekunden im Bereich der Metallverarbeitung ab. Das wird von unseren Kunden erwartet, denn so finden sie bei uns alles für ihren Bedarf. Bei der Auswahl zählen für uns etablierte Marken wie Kärcher, die unsere Kunden mit anwenderorientierten Innovationen verbinden. Me-too-Produkte sind weniger unser Ding, wir setzen auf Alleinstellungsmerkmale, die einen Kundenmehrwert haben. Ein anderer, wichtiger Aspekt ist die internationale Verfügbarkeit von Produkten und Service eines Lieferanten, denn wir sind international aufgestellt.

Wie wichtig ist es für Sie als Unternehmen, dass Lieferanten nicht nur ihre Produkte, sondern auch eine effiziente Logistik und Vermarktung auf dem Schirm haben?

Wir versprechen in 99 Prozent der Bestellvorgänge eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden in Deutschland und Europa. Mit unserer Logistik City auf 100.000 Quadratmetern haben wir 500.000 Behälterstellplätze geschaffen und können 40.000 Pakete pro Tag innerhalb Europas versenden. Da müssen unsere Partner mithalten können, daher sind Liefergenauigkeit und -geschwindigkeit zentral. Weitere Aspekte sind die elektronische Anbindung unserer Lieferanten und die Einrichtung einer Datenschnittstelle zum PIM-System (Product Information Management), sodass Inhalte, Bilder und Videos zu Produkten direkt abgerufen werden können.

Sie haben auch OEM-Produkte im Portfolio. Was zählt für Sie bei der Auswahl eines Herstellers?

Wir generieren mehr als 50 Prozent unseres Umsatzes mit Produkten unserer Marken GARANT und HOLEX. Bei OEM-Produkten setzen wir auf Premiumhersteller, die eine hohe Fertigungstiefe ausweisen können und die Produktionskapazitäten für hohe Volumina haben. Wir haben auch Interesse an Entwicklungspartnerschaften, da unsere Eigenmarken für Innovation und Alleinstellung stehen sollen.

Mit Kärcher arbeiten Sie schon länger zusammen. Welche Aspekte überzeugen Sie mit Blick auf das Unternehmen?

Mit Kärcher erleben wir seit Langem eine sehr gute Partnerschaft. Ich würde sagen, wir passen in vielerlei Hinsicht gut zusammen: Kärcher ist weltweit als Marke mit hohem Leistungsversprechen vertreten, die
Produktqualität und das Design stimmen, ein klarer Fokus auf Industriekunden ist vorhanden, die Produkte generieren einen Mehrwert. Hinzu kommt, dass die Unternehmenswerte passen. Die Wurzeln im Familienunternehmen sind spürbar und führen zu hoher Verlässlichkeit. Bei Themen wie Nach-
haltigkeit, wo Kärcher sehr stark unterwegs ist, schätzen wir den Austausch, um selbst ebenfalls ein durchgängiges Konzept zu entwickeln.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was sollte(n) die nächste(n) Innovation(en) von Kärcher sein?

Eigentlich habe ich 2 Wünsche. Einen Nass- /Trockensaugroboter für die Industrie, und Kärcher könnte darüber nachdenken, mit einer größeren Akkuplattform zu kooperieren. Das könnte in Zukunft bei größeren Volumina Sinn machen.