Christusstatue - Rio de Janeiro, Brasilien

Christusstatue

Restaurierung und Reinigung der Christusstatue

Nur wenige Monate nach der Reinigung des Brandenburger Tors waren wieder einmal Reinigungstechnik und Fachwissen von Kärcher gefragt, als es darum ging, ein nicht weniger bekanntes und symbolträchtiges Bauwerk, die Christusstatue in Rio de Janeiro, einer gründlichen und schonenden Reinigung zu unterziehen. Dies geschah im Rahmen einer Restaurierung der gesamten Statue durch eine Betonsanierungsfirma. Vor zehn Jahren hatte Kärcher die Christusfigur aus Anlass des Besuches von Papst Johannes Paul II schon einmal gereinigt.

Die Statue Cristo Redentor (Christus der Erlöser), das Wahrzeichen Rio de Janeiros, steht weithin sichtbar auf dem Hügel Corcovado über der Stadt. Das Monument hat gewaltige Abmessungen: die Gesamthöhe beträgt 30 m, den 8 m hohen Sockel nicht eingerechnet. Der Kopf allein misst in der Höhe fast 4 m – bei einem Gewicht von 40 Tonnen! Das Denkmal wurde in den Jahren 1926 - 31 erbaut; Kopf und Hände stammen von dem französischen Architekten Paul Landowsky.

Die Außenhaut des Bauwerks (und das Herz Jesu im Inneren) ist mit einem Mosaik as dreieckigen Speckstein-Plättchen verkleidet; dieser Stein ist sehr weich, aber gut wasserabweisend.

Das Wahrzeichen Rios in neuem Glanz

Nach der Betonsanierung und der Ergänzung der abgesprungenen Specksteinplättchen konnte mit der Reinigung von Kopf bis Fuß begonnen werden. Rund 10 Arbeiter waren einen Monat beschäftigt, der eingerüsteten Statue wieder zu ihrem alten Glanz zu verhelfen. Etwa 25 % der Außenhaut waren porös, von Ausblühungen und schwärzlichen organischen Ablagerungen überzogen. Vortests hatten ergeben, dass bei der Behandlung kein Wasser eingesetzt werden dürfe. Hingegen brachte das von Kärcher eigens für die Reinigung des Brandenburger Tors entwickelte Feinstsandstrahl-Verfahren einen sehr guten Reinigungserfolg. Mit einer Flächenleistung von 15 m²/h gelang es, alle Verunreinigungen zu beseitigen und eine einheitliche Oberflächenfarbe zu erzielen; die ausgebesserten Stellen fallen nicht mehr als helle Flecken auf. Auf den Einsatz von Reinigungsmitteln konnte ganz verzichtet werden.

Abschließend wurde die Oberfläche des Bauwerks von einer Spezialfirma mit farblosem Silikon behandelt. Dieser Schutzanstrich stößt Wasser ab, lässt Wasserdampf jedoch durch, so dass eingedrungenes Wasser wieder ausdunsten kann.

Die Reinigung des Sockels und der Anlagen am Fuße der Christusfigur mit Hochdruckreinigern von Kärcher wurden im März 1991 abgeschlossen.