Effektiv und umweltschonend: Unkrautentfernung mit Heißwasser

Unkraut wirkungsvoll zu begegnen, ist in Kommunen und der Landwirtschaft eine große Herausforderung. Es gibt zwar chemische Produkte, doch diese sind oftmals umweltbelastend und im öffentlichen Raum nur eingeschränkt verwendbar. Mit Heißwasser können Löwenzahn, Disteln und Co. ganz ohne Herbizide entfernt werden – ein schonendes Verfahren für Umwelt und Oberflächen.

Mann entfernt Unkraut in einem Park mit Heißwasser-Hochdruckreiniger von Kärcher

Gründe für die Unkrautentfernung

Unkräuter oder Wildkräuter sind, im Gegensatz zu Kultur- und Zierpflanzen, natürlich aufgewachsene Pflanzen, die ohne menschliches Zutun auftreten. Es gibt viele gute Gründe, Unkräuter zu bekämpfen. In der Landwirtschaft zum Schutz der Kulturpflanzen. In Kommunen und Städten, um öffentliche Bereiche gepflegt und sauber zu halten sowie Schäden an Fahrwegen, Plätzen und Bauwerken vorzubeugen.

Viele Wildkräuter können sich rasend schnell ausbreiten und/oder mit ihrem Wurzelwerk tief gehende Schäden verursachen. Zusätzlich wird die gewünschte Ästhetik beeinträchtigt.

Unkraut zwischen Pflastersteinen

Behandlungsmethoden im Überblick

Zur Vernichtung von Unkraut können thermische, mechanische und chemische Verfahren angewendet werden. Sie unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Umweltbelastung, der Nachhaltigkeit und ihres Wirkungsgrades. Ein Überblick über die Behandlungsmethoden:

 

Art des Verfahrens

Heißwassergeräte

thermisch

Heißschaumgeräte

thermisch

Heißdampfgeräte

thermisch

Heißluftgeräte

thermisch

Abflammgeräte

thermisch

Wildkrautbürste

mechanisch

Sprühverfahren

chemisch


Eigenschaften

Heißwassergeräte

Bis 98 °C
Durch heißes Wasser werden überirdische Pflanzenteile und die darunter liegenden Wurzeln abgetötet.

Heißschaumgeräte

> 100 °C
Dampfgerät mit zusätzlicher Schaumausbringung. Der Schaum dient zur Isolierung und soll eine schnelle Abkühlung des Dampfs verhindern.

Heißdampfgeräte

> 100 °C
Töten überirdische Pflanzenteile ab. Wärmeübertragung von Dampf jedoch schlechter als Heißwasser. Wurzel wird nicht wirkungsvoll angegriffen.

Heißluftgeräte

> 350 °C
Töten Wildkräuter durch intensive Hitze mit Heißluft.

Abflammgeräte

> 400 °C
Durch Verbrennen von Gas werden die Pflanzen erhitzt, sodass diese absterben und teilweise verbrennen.

Wildkrautbürste

Wildkrautbürsten oder Freischneider trennen die Pflanze von der Wurzel ab.

Sprühverfahren

Herbizid wird über ein Sprühgerät auf die Blätter aufgetragen.


Umweltbelastung

Heißwassergeräte

Gering

Heißschaumgeräte

Mittel

Heißdampfgeräte

Gering

Heißluftgeräte

Mittel

Abflammgeräte

Hoch

Wildkrautbürste

Gering

Sprühverfahren

Sehr hoch


Wirkung

Heißwassergeräte

Pflanzen und Wurzeln werden geschwächt und zerstört, auch die Samen.

Heißschaumgeräte

Pflanzen werden geschwächt und zerstört. Tiefenwirkung eingeschränkt.

Heißdampfgeräte

Pflanzen werden geschwächt und zerstört. Tiefenwirkung eingeschränkt.

Heißluftgeräte

Oberflächenbewuchs wird zerstört. Tiefenwirkung eingeschränkt.

Abflammgeräte

Oberflächenbewuchs wird verbrannt. Tiefenwirkung eingeschränkt.

Wildkrautbürste

Oberirdischer Teil der Pflanze wird durch Stahlbesen entfernt.

Sprühverfahren

Herbizid schwächt und zerstört die Zellstruktur der Pflanze bis hin zur Wurzel.


Lärmbelastung für Anwender

Heißwassergeräte

Gering

Heißschaumgeräte

Gering

Heißdampfgeräte

Mittel

Heißluftgeräte

Mittel

Abflammgeräte

Hoch

Wildkrautbürste

Mittel

Sprühverfahren

Gering


Besonderheiten

Heißwassergeräte

Auf allen Untergründen einsetzbar, auch für kritische und schlecht zugängliche Bereiche geeignet.

Heißschaumgeräte

Auf allen Untergründen einsetzbar, auch für kritische und schlecht zugängliche Bereiche geeignet.

Heißdampfgeräte

Auf allen Untergründen einsetzbar, auch für kritische und schlecht zugängliche Bereiche geeignet.

Heißluftgeräte

Uneffizient bei Feuchtigkeit.

Abflammgeräte

Keine Anwendung bei extremer Trockenheit möglich, uneffizient bei Feuchtigkeit.

Wildkrautbürste

Standard in der Kommune; führt zu gewünschter Sauberkeit und gepflegtem Stadtbild, da das Unkraut direkt aufgenommen wird.

Sprühverfahren

Grundsätzlich verboten, darf nur mit Ausnahmegenehmigung auf gepflasterten und verdichteten Flächen eingesetzt werden, Sachkundenachweis erforderlich.


Nachhaltigkeit / Wirkungsgrad

Heißwassergeräte

Hoch

Heißschaumgeräte

Hoch

Heißdampfgeräte

Mittel

Heißluftgeräte

Gering

Abflammgeräte

Gering

Wildkrautbürste

Mittel

Sprühverfahren

Hoch


Anwendungshäufigkeit

Heißwassergeräte

Bis 4 Anwendungen im 1. Jahr, abnehmend im Folgejahr.

Heißschaumgeräte

Bis 4 Anwendungen im 1. Jahr, abnehmend im Folgejahr.

Heißdampfgeräte

4-6 Anwendungen.

Heißluftgeräte

Anwendung muss ca. alle 4 Wochen wiederholt werden.

Abflammgeräte

Anwendung muss ca. alle 4 Wochen wiederholt werden.

Wildkrautbürste

Anwendung muss ca. alle 4 Wochen wiederholt werden.

 

Sprühverfahren

Bis 4 Anwendungen im 1. Jahr.


Gesamtbeurteilung

Heißwassergeräte

*****

Heißschaumgeräte

**

Heißdampfgeräte

***

Heißluftgeräte

**

Abflammgeräte

**

Wildkrautbürste

***

Sprühverfahren

**


Unkraut vernichten mit Heißwasser

Unkrautentfernung mit Heißwasser

Der Überblick über die Behandlungsmethoden zeigt: Unkraut lässt sich mit diversen thermischen Verfahren wirksam entfernen. Das Prinzip der thermischen Unkrautvernichtung beruht auf einer biochemischen Grundregel: Die meisten Eiweiße denaturieren ab einer Temperatur von etwa 42 °C. Das heißt, dass sich die Eiweiße verändern, aufbrechen und ihre Funktionen nicht mehr erfüllen können.

Die dazu erforderliche Hitze kann auf unterschiedliche Weise erzeugt und umgesetzt werden: direkt als Flamme oder indirekt über Wärmestrahlung, als Heißwasser oder Dampf. Davon ist Heißwasser die einzige chemiefreie Methode, die auch die Wurzeln erreicht. Selbst wenn die Wurzeln nicht sofort komplett vernichtet werden, wird das Unkraut mit jeder Heißwasseranwendung weiter geschwächt. Wenn die Anwendung von Beginn an regelmäßig durchgeführt wird, wird das Nachwachsen gehemmt und die Anwendungshäufigkeit bereits im 2. Jahr deutlich abnehmen. Als Faustregel gilt: 3 bis 4 Behandlungen im Jahr reichen aus.

Tipp: Einsatz zur richtigen Zeit

Unkraut lässt sich am besten am Nachmittag beseitigen. Die Menge des gespeicherten Wassers in den Pflanzen variiert je nach Tageszeit. Idealerweise sollte schon kurz nach dem Austreiben im Frühjahr mit der ersten Heißwasseranwendung begonnen werden. Denn mit zunehmendem Alter steigt auch die Widerstandskraft einer Pflanze gegen Heißwasser.

Einsatz von Heißwasser-Hochdruckreinigern

Entscheidend bei der Beseitigung von Unkraut mit Heißwasser ist die Temperatur: Je heißer das Wasser, desto effizienter können die Pflanzen abgetötet werden. Heißwasser-Hochdruckreiniger können eine gleichbleibende Wassertemperatur von bis zu 98 °C bieten, die knapp unterhalb der Dampfgrenze liegt und damit ideal ist.

Als Zubehör eignen sich die Unkrautlanzen WR 10, WR 20, WR 50 und WR 100. Sie variieren in ihrer Arbeitsbreite und Flächenleistung – für den bedarfsgerechten Einsatz je nach Flächengröße.

Kärcher Unkrautlanze WR 10 zur Vernichtung von Unkraut mit Heißwasser

Unkrautlanze WR 10 mit 10 cm breitem, rundem Sprühkopf und Düsenadapter. Wirksam auch auf sehr kleinen Flächen.

Kärcher Unkrautlanze WR 20 zur Vernichtung von Unkraut mit Heißwasser

Unkrautlanze WR 20 mit 20 cm breiten Düsenbalken und integriertem Düsenadapter.

Kärcher Unkrautlanze WR 50 zur Vernichtung von Unkraut mit Heißwasser

Unkrautlanze WR 50 mit 50 cm breitem Düsenbalken, adaptivem Fahrwerk und integriertem Düsenadapter.

Kärcher Unkrautlanze WR 100 zur Vernichtung von Unkraut mit Heißwasser

Unkrautlanze WR 100 mit Fahrwerk, 100 cm breitem Düsenbalken und integriertem Düsenadapter. Ideal für große Flächen.

Tipp: Abstand Düsenbalken zur Oberfläche

Der optimale Abstand zwischen dem Düsenbalken der Kärcher Unkrautlanze und der Oberfläche liegt zwischen 5 und 15 Zentimetern. Innerhalb dieses Bereichs kann bequem gearbeitet werden, ohne dass die Unkrautlanze am Boden streift. Zudem ist der Temperaturabfall des Wassers auf dem Weg zur Oberfläche minimal.

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