Praktische Tipps zur Gartenbewässerung
Wenn in den Sommermonaten die Temperaturen steigen und Regen tagelang nicht in Sicht ist, heisst es für Gartenbesitzer: Blumen, Gemüsepflanzen und der Rasen müssen regelmässig bewässert werden. Aber worauf muss man bei der Gartenbewässerung achten? Mit diesen Tipps kommt der Garten gut durch die warme Jahreszeit.
Wann und wie sollte ich meinen Garten bewässern?
Regelmässig den Rasen zu wässern beziehungsweise Zier- und Nutzpflanzen sowie Blumen zu giessen, ist Pflicht und Voraussetzung für eine grüne Gartenlandschaft. Jedoch gibt es bei der Gartenbewässerung einiges zu beachten. Dabei geht es vor allem um den Zeitpunkt, die Ausrüstung und die richtige Giess- bzw. Bewässerungstechnik. Auch sollte man wissen, dass Pflanzen und Böden unterschiedliche Bedürfnisse haben; diesen sollte man bei der Bewässerung und Pflege nachkommen.
Fünf Tipps für die richtige Bewässerung im Garten
Der richtige Zeitpunkt:
Am Morgen oder vormittags ist die ideale Zeit für die Gartenbewässerung. Gerade im Sommer, wenn es tagsüber sehr heiss wird, kann das Wasser so bei noch milden Temperaturen allmählich in den Boden sickern. In der Mittagshitze sollte man auf keinen Fall wässern, da das Wasser sonst schnell verdunstet und unter Umständen gar nicht bis zur Wurzel vordringen kann. Viele Berufstätige giessen daher meist abends nach der Arbeit. Auch das ist möglich, jedoch kann es dadurch passieren, dass man ungewollt Schnecken anzieht, da die Blätter noch recht lange feucht bleiben – ein Paradies für Gartenschädlinge
Ausrüstung zur Bewässerung:
Hierbei stellt sich vorab die Frage: Welche Wasserquelle möchte ich nutzen, und wie gelangt das Wasser von dort zu den Pflanzen? Prinzipiell stehen zur Gartenbewässerung 3 Wasserquellen zur Verfügung: Entweder benutzt man aufgefangenes Regenwasser aus einem Sammeltank bzw. Grundwasser aus einem Brunnen, oder man schliesst einen herkömmlichen Schlauch bzw. die Bewässerungsanlage an den hauseigenen Wasseranschluss an. Letzteres ist deutlich kostspieliger, sodass sich die Investition in ein Bewässerungssystem mit zum Beispiel einer Pumpe lohnen kann. Hinsichtlich des Equipments zur Wasserverteilung gibt es zahlreiche Optionen: Sprinkler, Schläuche, Spritzen, Pumpen und Bewässerungsautomaten (Informationen dazu weiter unten). Zur Aufbewahrung, etwa für das Schlauchsystem, gibt es passende Schlauchwagen bzw. -boxen.
Regelmässigkeit:
Bei der Gartenbewässerung lautet das Credo: Regelmässiges Wässern ist Trumpf! Dabei sollten Pflanzen und Beete reichlich gegossen werden, sodass das Wasser tief in den Boden sickern kann und so bis zu den Wurzeln gelangt. Auf jeden Fall vermeiden sollte man es, den Garten jeden Tag zu wässern. Das ist nicht nur teuer und energieintensiv, sondern auch gar nicht nötig. Wie oft der Garten gegossen werden sollte, hängt auch von der Bodenbeschaffenheit ab. Als Faustregel kann man sich merken: Sandböden circa alle 4 Tage wässern, Lehmböden 1-mal pro Woche.
Bedürfnisse von Pflanzen und Böden beachten:
Sehr kaltes Wasser sollte man vermeiden. Kaltes Leitungswasser bedeutet für die meisten Pflanzen Stress. Besser ist es, Wasser aus einer Regentonne zu verwenden und mittels einer druckerzeugenden Pumpe verteilen. Leitungswasser kann man natürlich auch zur Gartenbewässerung verwenden, wenngleich es gegenüber der Gartenbewässerung mit Grundwasser bzw. Regenwasser einige Nachteile mit sich bringt: Das Wasser ist viel kälter, was für Pflanzen und Blumen Stress bedeutet. Ausserdem sollte man wissen, wie es um die lokale Wasserqualität steht. Kalkhaltiges Wasser schadet den Pflanzen. Eine pauschale Bewässerungsvorgabe ist schwierig, da der Wasserbedarf von Pflanzen unterschiedlich ist. Beetpflanzen haben einen geringeren Wasserbedarf als Kübelpflanzen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie viel Wasser eine Pflanze benötigt, reicht oftmals schon der Blick auf ihre Blätter: Viele dünne und weiche Blätter deuten auf einen hohen Wasserbedarf hin. Pflanzen mit dicken bzw. harten oder behaarten Blättern benötigen weniger Wasser. Der grösste Wasserverbraucher im Garten ist der Rasen. Besonders bei sandigen Böden sollte man den Rasen 3- bis 4-mal in der Woche sprengen. Lehmböden hingegen speichern mehr Feuchtigkeit, sodass es genügt, den Garten 1-mal pro Woche ausgiebig zu bewässern.
Wenn der Winter naht:
Das eigene Gartenbewässerungssystem zu entwässern, ist bei Gartenliebhabern jedes Jahr ein Thema, wenn es darum geht, den Garten winterfest zu machen. Um Teich und Brunnen zu entwässern, eignen sich unsere Tauchpumpen (zum Beispiel Schmutzwasserpumpen für den Teich und flachsaugende Klarwasser-Tauchpumpen für den Pool).
Bewässerung mit Giesskanne, Schlauch oder Bewässerungssystem?
Für frühere Generationen stellte sich die Frage nach der passenden Ausrüstung zur Gartenbewässerung gar nicht erst: Die Giesskanne war die einzige Option. Heute ist die Ausgangslage eine völlig andere. Es gibt zahlreiche Tools wie zum Beispiel mobile Sprinkler und Spritzpistolen mit Sprühfunktion und sogar komplette Bewässerungssysteme (z. B. Regenwasserpumpen). Welches Equipment passt also zum persönlichen Bedarf?
Die Giesskanne gehört noch immer zur Grundausstattung: Trotz der Vielzahl an modernen und effizienten Geräten zur Gartenbewässerung findet man die Giesskanne noch immer in nahezu jedem Garten. Sie eignet sich perfekt zum punktuellen Bewässern von Kübelpflanzen und Beeten. Mittels Brauseaufsatz kann man damit auch vorsichtig Zierpflanzen giessen. Der entscheidende Nachteil jedoch bleibt bestehen: Das mehrmalige Nachfüllen und Tragen der Giesskanne kostet Kraft und kann schnell zu Rücken- und Schulterschmerzen führen.
Selbst giessen oder bewässern lassen? Bei grösseren Flächen ist das Giessen mit einem Schlauch allein nur noch bedingt sinnvoll. Geht es lediglich darum, eine kleine Rasenfläche zu bewässern, kann man guten Gewissens selbst zum Schlauch greifen. Die Schläuche von Kärcher sind robust und so konzipiert, dass sie nicht knicken, was ihre Haltbarkeit enorm erhöht.
Gartenbewässerung mit Grund- und Brunnenwasser
Ebenso wie bei der Gartenbewässerung mit Regenwasser muss man sich bei der Bewässerung mit Grund- bzw. Brunnenwasser keine Gedanken um die Wasserqualität machen. Wenn man es zur Gartenbewässerung nutzen möchte, sollte man sich vorab über den Grundwasserspiegel informieren. Diesen erfährt man von der örtlichen Wasserbehörde. Womöglich kann bereits der Nachbar beim Plausch über den Gartenzaun darüber Auskunft geben. Generell ist das Thema Gartenbewässerung mit Grund- und Brunnenwasser eine finanzielle Frage. Den Garten mit Leitungswasser zu bewässern, verursacht wiederkehrende Kosten, der Brunnenbau ist dagegen eine einmalige Investition und amortisiert sich meist nach schon wenigen Jahren. Hier lohnt es sich auf jeden Fall, genau nachzurechnen. Was man auch nicht vergessen sollte: Möchte man einen Brunnen bauen, muss dieser bei der zuständigen Kommune angemeldet werden. Über die lokalen Genehmigungspflichten und rechtlichen Restriktionen sollte man sich vorab auf jeden Fall informieren.
Seinen Garten mit eigenem Brunnenwasser zu versorgen, ist eine umweltfreundliche Alternative zur Bewässerung mit Leitungswasser. Damit das Wasser aus dem Brunnen zu den Pflanzen und Beeten verteilt werden kann, benötigt man zusätzlich eine Pumpe. Hierfür ist vor allem die Bewässerung mit druckerzeugenden Pumpen interessant. Mit einer Pumpleistung von bis zu 7'000 Litern pro Stunde eignen sich die robusten und langlebigen Pumpen perfekt zur Wasserbeförderung von Teich- und Brunnenwasser.
Passende Produkte für die Gartenbewässerung
Das könnte dich auch interessieren
Teichreinigung
Ein Gartenteich ist ein schöner Blickfang, allerdings muss man ihn auch regelmässig pflegen und gründlich reinigen. Mit diesen Tipps gelingt die Teichreinigung garantiert.
Rasenmähen
Eine besondere Aufmerksamkeit sollte man dem Rasen schenken, da er viel Pflege benötigt, um über die gesamte Saison hinweg zu grünen. Eine Anleitung für den perfekten Rasen.